Am 15. Mai 2011 findet der Internationale Museumstag unter dem Motto „Museum and Memory – Museen, unser Gedächtnis“, statt.
An diesem Tag wird die neue Sonderausstellung mit dem Thema: „Bettgeflüster – Mode für die Nacht “ eröffnet.
Wir zeigen in dieser Ausstellung die Entwicklung der Nachtwäsche für Frauen und Männer von 1850 bis heute.
Angefangen vom hochgeschlossenen Nachthemd bis auf die Füße, dem legendären Baby Doll bis zum heutigen Sleep-Shirt mit Trägern.
Bei den Männern starten wir mit dem Tag- Nachthemd mit und ohne Kragen über das eigentliche Nachthemd, den Pyjama bis zum heutigen Schlafanzug.
Anläßlich der Eröffnung der Sonderausstellung ist das Museum an diesem Tag von 13.00 – 18.00 Uhr geöffnet.
Text: Heidi Meier
Ein Hemd für den Tag
Ein Hemd für die Nacht ?
Vor dem Jahre 1500 schliefen die meisten Menschen nackt. Der Adel und reiche Bürger in Europa kannten ab 1500 schon Hemden für die Nacht. „Um 1500 wurde erstmals in Italien ein Nachthemd erwähnt.“ (Loschek, Ingrid, Reclams Mode- und Kostümlexikon, 362) Die Nachthemden waren wie das Tageshemd geschnitten, nur länger und weiter als das Tageshemd.
Diese Sitte breitete sich aber nur allmählich beim Adel in Europa aus
Das Taghemd als Nachthemd
Vor 1800 war das Hemd ein langes, weites Leinengewand. Es bedeckte die Arme, den Rumpg und die Beine bis über die Waden.In allen Schichten wurde das Hemd getragen, von allen Altersstufen in Stadt und Land, von Frauen, Männern und Kindern.
Das Hemd hatte mehrere Funktionen:
- Es war Oberhemd und Unterhemd zugleich
- Es ersetzte beim Mann die Unterhose und bei der Frau häufig den Unterrock
- Es wurde als Nachthemd benutzt
Weitere Ausführungen und Themen:
- Von der Zipfelmütze zur Schlafmütze
- Das Frauenhemd
- Schnittmuster für ein Frauenhemd mit Spickel und Gosset im Handarbeitsunterricht 1900
- Die Nachtjacke
- Die Nachthaube der Frau
- Das Nachthemd für die Frau
- Nachthemd für die Frau heute
- Das Nachthemd für den Mann
- Schlafanzug – Pyjama
- Das Baby Doll (engl., Baby – Puppe) kommt auf
- Sleepshirt
- Literatur
Näheres zu den oben angeführten Themen kann man in der Begleitbroschüre zur Sonderausstellung nachlesen.
Diese Broschüre ist im Museum zum Preis von 3,50 € zu erwerben
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Ab sofort kann im Museum für Mode & Tracht ein Museumskoffer ausgeliehen werden.
Näheres unter Museumskoffer
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Am Montag, 06. Dezember 2010, dem „Tag des Ehrenamtes“ erhielt Heidi Meier in Schloss Bellevue in Berlin den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
Unser Bundespräsident, Christian Wulff, würdigte ihre ehrenamtliche Tätigkeiten. In erster Linie wurde Heidi Meier für den Aufbau und die vorbildliche Führung des Museums geehrt.
Das Museumsteam hofft, dass Heidi Meier diese Tätigkeit noch lange mit so viel Herzblut wie bisher ausüben kann .
Copyright Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Fotograf Sebastian Bolesch
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Die „gute alte Schürze“ lebt noch. Das sah man am Sonntag im Museum für Mode & Tracht in Nohfelden. Es kamen sehr viele Besucher, die bei der Führung durch die Sonderausstellung nachdenklich wurden. Sie erinnerten sich an ihre Kindheit, Schulzeit, den späteren Einstieg ins Berufsleben und den Haushalt, wo überall Schürzen getragen wurden. Es wurden viele lustige Geschichten und interessante Ausführungen von den Besuchern zu diesem Thema erzählt. Die jüngeren Besucher kennen die Schürzenzeit nicht mehr, manche nur noch von den Bildern der Großeltern.
Besonderen Anklang fand wie bei jeder Sonderausstellung die Bilderwand. Es wurde gerätselt und festgestellt, wer auf den Bilder zu sehen ist.
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Schürzen zum Schutz – Schürzen zur Zierde
Sonderausstellung 2010
Eröffnung: 16. Mai 2010 (Internationaler Museumstag)
Es werden Schürzen und Bilder von Personen mit Schürzen gezeigt. Wir wollen die unterschiedlichen Funktionen der Schürze darstellen. Als Kleidungsstück war die Schürze in der Vergangenheit Frauensache, in der Küche waren Schürzen und Kittelschürzen unentbehrlich. Frauen trugen ständig Schürzen; dies vermittelte den Eindruck, dass sie immer tätig seien.
Als Schutz bei der Arbeit trugen und tragen viele Männer Schürzen, z.B. die Berufs-gruppen Metzger, Schuster, Schmied, Koch, Bäcker, Kellner.
In einigen Berufen gibt es die weiße Trägerschürze nicht mehr, z.B. bei Krankenschwestern, Rot-Kreuz-Helferinnen, Kindergärtnerinnen.
Text: Heidi Meier
An was denken sie bei dem Wort „Schürze“? Ein typisches weibliches Kleidungsstück. Schürzen im Alltag zu allen Gelegenheiten. Mir erging es ebenso, erst bei weiteren Überlegungen stellte ich fest, dass es sehr viele Männerberufe gibt, in denen die Schürzen getragen werden.
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